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Nützliche Tipps

Allergie auslösende Nahrungsmittel: Früher Konsum erhöht die Verträglichkeit

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Entstehung von Allergien haben bei Experten zu einem Umdenken geführt. Bisher ging man davon aus, dass Eltern ihre Kinder in den ersten Jahren vor Nahrungsmitteln, die häufig Allergien auslösen, bewahren und mit der Beikost spät anfangen sollten, Nun gibt es neue Richtlinien der Allergieprävention, die besagen, dass es besser ist, bei Kindern ohne Allergiker in der nahen Verwandtschaft Allergene früh einzuführen, um eine Toleranz zu erreichen. Beikost kann demnach ab Beginn des fünften Lebensmonats eingeführt werden.
Nach wie vor gilt, dass hydolisierte Nahrung – Babynahrung mit stark aufgespaltenen Eiweißen, die nicht allergen wirkt – für Risiko-Säuglinge, deren Mutter nicht stillen kann, vorbeugend wirkt. Doch haben diesen Effekt nicht nur stark hydolisierte, sondern auch nur teilweise hydolisierte Produkte.
Eine besondere Stellung bei den Lebensmitteln, die oft Allergien auslösen, spielt Fisch. Er hat nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft sogar die Fähigkeit, die Entstehung von Allergien zu reduzieren. Isst eine werdende Mutter reichlich Fisch oder erhält ein Kind im ersten Lebensjahr davon, senkt dies das Risiko für die Bildung Allergien.
In Deutschland nehmen Asthma, Heuschnupfen und Ekzeme bei Kindern deutlich zu. Teilweise machen Wissenschaftler dafür auch Luftschadstoffe, die der Verkehr erzeugt, sowie Innenraumschadstoffe verantwortlich.

Kinder brauchen viel Flüssigkeit

Der Wasseranteil des Körpers ist bei Kindern höher als bei Erwachsenen. Deshalb benötigen sie pro Tag im Verhältnis zu ihrer Körpergröße relativ viel Flüssigkeit. Eltern sollten darauf achten, dass Kinder regelmäßig zum Essen und auch zwischendurch trinken bzw.  etwas zu trinken angeboten bekommen. Wasser reicht völlig aus.
Laut der Dt. Gesellschaft für Ernährung sollten Ein-bis Dreijährige täglich gut 800 ml, Vier- bis Neunjährige knapp einen Liter, Zehn- bis Zwölfjährige etwa 1200 ml und Teenager 1300 bis 1500 ml trinken.
Bei Hitze, Fieber oder Anstrengung erhöht sich die Menge. Besonders viel Flüssigkeit geht dem Körper bei Krankheiten wie Durchfällen oder Brechdurchfällen verloren. Hier kann es zu bedrohlichen Flüssigkeitsverlusten kommen.

Süße Getränke nur zum Essen trinken

Schon die Milchzähne sind von Karies gefährdet. Süße oder säurehaltige Getränke sollten Eltern ihren Kindern daher nur zu den Mahlzeiten geben.
Durch dauernden Gebrauch von Nuckelflaschen oder Schnabeltassen werden gerade die Frontzähne immer wieder mit Flüssigkeit benetzt. Auch Wasser und ungesüßter Tee spülen physiologische Bakterien fort und bieten schädlichen Bakterien einen guten Nährboden.

Fast jedes Getränk kann Milchzahnkaries auslösen: Milch, Pulvergetränke, gesüßter Tee, Saft und jede Flüssigkeit mit Zuckerzusatz.

Mundgesundheit hat vielfältige Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung.
Die Folgen von frühkindlicher Karies könnten unter anderem schlechte Essgewohnheiten, Sprachprobleme und Fehlstellungen der Zähne, später psychische Probleme und Erkrankungen der Kiefergelenke sein.

Regelmäßiges Frühstück fördert gute Noten

Ein gutes Frühstück kann schulische Leistungen verbessern, behaupten britische Forscher.
Vergangene Untersuchungen haben bereits einen Zusammenhang zwischen der morgendlichen Mahlzeit, der allgemeinen Gesundheit und der Fähigkeit, sich zu konzentrieren und geistige Aufgaben zu bewältigen, hergestellt. Doch mangelte es bisher an konkreten Beweisen, inwieweit ein regelmäßiges Frühstück die schulischen Leistungen beeinflussen kann.
Die Schüler wurden bei dieser Studie gebeten, alle Speisen und Getränke, die sie in einem Zeitraum von etwa 24 Stunden (einschließlich zwei Frühstücke) zu sich nahmen, aufzuschreiben.
Das Niveau der schulischen Leistungen stand in deutlichem Zusammenhang nicht nur damit, wie oft Kinder frühstückten, sondern auch mit anderen Ernährungsgewohnheiten, wie z.B. der Anzahl von Süßigkeiten, Chips und Obst- sowie Gemüse-Portionen, die die Kinder im Verlauf eines Tages zu sich nahmen. Die Chance auf eine überdurchschnittliche Schulleistung war bei Schülern, die ein Frühstück verzehrten, doppelt so hoch wie bei denjenigen, die auf ihr Frühstück verzichteten.
Bemerkenswert war, dass Süßigkeiten und Chips zum Frühstück keinen positiven Einfluss auf die Schulleistungen zeigten.
Bei der Zusammensetzung des Frühstücks wird immer deutlicher, dass Nahrungsmittel, die nur langsam abgebaut werden und die Energie stetig und langanhaltend im Laufe des Vormittags zur Verfügung stellen (wie z. B. Vollkornbrot), einen positiven Effekt auf die geistige Leistungsfähigkeit haben.

Eltern sollten sich beim Essen auf keinen Handel einlassen

Eltern sollten beim Essen Machtkämpfe mit ihren Kindern vermeiden. Falsch ist es, mit Nachspeisen oder Naschereien zu handeln, damit ein Kind z.B. mehr Gemüse isst. Denn dadurch fördern Eltern keinen gesunden Essensstil. Im Gegenteil: Das Kind bekommt den Eindruck, dass Süßigkeiten wertvoller sind als das, was es zu den Mahlzeiten gibt. Eltern sollten ihr Kind nicht zu sehr drängen, ein bestimmtes Nahrungsmittel zu essen, sondern besser eine Vielzahl an gesunden Alternativen in kleinen Portionen anbieten.
Wenn Eltern beim gemeinsamen Essen mit gutem Beispiel vorangehen, probiert ein Kind eher mal Obst und Gemüse. Auch gesunde Mahlzeiten mit Gleichaltrigen fördern den Nachahmungstrieb. Kleinkinder haben wenige Möglichkeiten, etwas zu kontrollieren. Essen gehört zu den wenigen Dingen. wo sie selbst entscheiden können. Eltern sollten ihnen dabei einen angemessenen Freiraum geben, indem sie ihre Kinder zwischen gesundem Essen wählen lassen und ihnen erlauben, auch mal das Essen zu verweigern. Auf keinen Fall sollten als Ersatz kalorienhaltige Getränke angeboten werden. Dadurch können Kinder ein gesundes Hunger- und Sättigungsgefühl entwickeln.
Gibt es feste Zeiten für Mahlzeiten und Snacks, so lernen Kinder bis zur nächsten Essenszeit abzuwarten und nicht ständig etwas in sich hineinzustopfen. Auch wenn sie zuvor Essen verweigert haben, wissen sie, wann sie wieder mit Nahrung rechnen können.

Träumerchen und Störenfried

Hochsensible Persönlichkeiten fallen meist schon im Kindesalter auf, weil sie im Gegensatz zu ihren Altersgenossen deutlich empfindsamer, oft vorsichtiger, ängstlicher und in sich gekehrter sind, aber auch fantasievoller und begeisterungsfähiger durchs Leben gehen.
Hochsensibilität ist ein Wesensmerkmal, das auf 15 bis 20 % der Bevölkerung zutrifft.
Sie nehmen alle Sinnesreize viel direkter wahr als andere Menschen. Dieses ständige „auf Draht sein“ birgt aber auch die Gefahr einer Überreizung. Ein hochsensibles Kind muss eine enorme Anpassungs- und Denkleistung vollbringen, um seine vielschichtigen Wahrnehmungen und Gefühle einordnen zu können. Für Kinder ist das ein Lernprozess, für den sie ausreichend Ruhezeiten benötigen, um wieder Ordnung in ihr Gedanken- und Gefühlssystem zu bringen. Ein großer Gerechtigkeitssinn, vernetztes Denken, tiefes Empfinden und Mitgefühl sowie eine reiche, kreative Vorstellungskraft sind die positiven Aspekte der Hochsensibilität, geringe Stressresistenz, hohe Lärm- und Lichtempfindlichkeit und eine schlechtere Integration in Gruppen können die problematischen sein.
Gerade jüngere Kinder und Teenager neigen dazu, zwei Gesichter zu haben. Die Palette reicht von scheinbar unkontrollierbaren Ausrastern bis hin zu einem Rückzug nach innen, Lernschwierigkeiten, körperlichen Symptomen wie etwa Kopf- und Bauchschmerzen bis hin zu Komplettverweigerungen.
Solche Verhaltensweisen lassen nicht unbedingt an eine außergewöhnlich empfindsame Veranlagung denken, sondern wurden auch schon mit AD(H)S oder dem Asperger-Syndrom verwechselt.
Was sind nun Wege und Methoden für einen wertschätzenden, unterstützenden Umgang mit hochsensiblen Persönlichkeiten?
Wichtig ist der Blick weg vom Defizitgedanken hin zu den vielfältigen Potenzialen und Möglichkeiten, die mit dieser Art der Wahrnehmung verbunden sind. Im Unterricht oder der KiTa ist dies etwa durch eine weniger reizüberflutende Raumgestaltung, die Einführung von Ritualen, eine umsichtige Vorbereitung auf Neuerungen und besondere Ereignisse oder die regelmäßige Thematisierung von Emotionen zu erreichen.
Im Vordergrund muss stets das Anerkennen der einzelnen, individuellen Persönlichkeiten stehen, um den Kindern, die sich oft als anders und falsch empfinden, das Gefühl von „richtig sein“ zu vermitteln und ihnen dadurch Sicherheit zu geben.

Kinder können im Sommer auch später ins Bett

Wenn es im Sommer draußen länger hell ist, sind Kinder oft auch zu vorgerückter Stunde noch munter. Eltern sollten dagegen nicht ankämpfen und ihren Nachwuchs partout zu einer festen Zeit ins Bett schicken. Besser sei es in diesem Fall, die Schlafenszeit etwas nach hinten zu verschieben.
Hellwache Kinder schlafen zu schicken, macht keinen Sinn. Stattdessen sollten Eltern abwarten, bis der Nachwuchs erste Anzeichen von Müdigkeit zeigt. Mimik und Blick werden ausdrucksloser, das Verhalten ruhiger und entspannter. Kommt der Nachtschlaf dadurch zu kurz, ist ein zusätzlicher Mittagsschlaf notwendig. Der Biorhythmus des Menschen hat mittags ein kleines Tief, das sich ganz wunderbar durch ein Schläfchen wieder ausgleichen lässt. Gerade für kleine Kinder kann diese Pause sehr wichtig sein, um sie vor Überreizung zu schützen.
Experten sind sich einig: Im Schlaf kann der Input an neuen Eindrücken verarbeitet und sortiert werden. Das heißt, wenn ein Kind, das mittags ein Nickerchen gemacht hat, danach wieder offen ist für Neues. Die Durchschnittswerte für einen Mittagsschlaf liegen übrigens bei dreieinhalb Stunden für Kinder mit etwa sechs Monaten, zweieinhalb Stunden für Einjährige und eineinhalb Stunden für ein Kind mit etwa zwei Jahren.

Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist entscheidend.
Damit die Kinder abends müde werden, sollten sie tagsüber viel toben und spielen. Doch nicht während der letzten Stunde vor dem Schlafengehen.  Lieber den Tag ruhig und harmonisch ausklingen lassen.
Grundsätzlich sollten Eltern die Zubettgehzeit ihres Kindes an dessen individuellen Schlaf-Wach-Rhythmus anpassen. Damit können sie schon im Babyalter anfangen. Das heißt, die innere Uhr des Kindes mit den äußeren Gegebenheiten koordinieren. Kinder sollten außerdem rasch daran gewöhnt werden, bei Dunkelheit zu schlafen.
Richtwerte: So viel Schlaf brauchen Kinder: Die benötigte Schlafzeit ist altersabhängig und individuell höchst unterschiedlich. Ein vier Jahre altes Kind etwa schläft durchschnittlich zwölf Stunden am Tag. Manche kommen aber auch mit zehn aus, andere brauchen 14 Stunden.

Bereits bei einstelligen Temperaturen können Kälteschäden an der Haut entstehen

Schon bei Temperaturen unter zehn Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit und starkem Wind können Kinder, die sich ohne angemessene Kleidung lange draußen aufhalten, Kälteschäden erleiden. Kinder sind kälteempfindlicher als Erwachsene, denn sie besitzen eine dünnere Haut und verlieren dadurch schneller Körperwärme.
Kälteschäden sind heutzutage selten, doch sollten Eltern Warnzeichen, wie weiße undurchblutete Flecken, erkennen. Kinder klagen dann, dass die Haut brennt oder gefühllos ist.
Die Durchblutung des Körpers entscheidet neben physikalischen Faktoren wie Lufttemperatur oder anliegender Feuchtigkeit (nasse Kleidung) darüber, ob alle Körperteile ausreichend Wärme bekommen oder „erwärmt“ werden. Wenn ein Kind z.B. zu wenig trinkt, kann das Blut „eindicken“. Ohren, Hände und Füße sind dann schlechter durchblutet und die Gefahr von Erfrierungen steigt.
Darüber hinaus kann kalte Luft die ungeschützte Haut schnell austrocknen.
Tobt ein Kind im Schnee herum, kühlen über die vermehrte Atemarbeit die Schleimhäute aus und geben viel Feuchtigkeit ab.
Im Vergleich zu Erwachsenen haben Kinder weniger Wasserreserven. Eine zu eng anliegende Kleidung und zu kleine Schuhe können die Durchblutung ebenso behindern. Mehrere lockere lufthaltige Lagen Kleidung – innen Funktionswäsche und außen Nässeschutz – sind die ideale Winterausstattung.
Auch Kopf, Nacken und Hände müssen warm bleiben. Eine fetthaltige Hautcreme schützt das Gesicht vor Feuchtigkeitsverlust. Metallteile, wie Reißverschlüsse, sollten keinen direkten Köperkontakt haben, denn Metall ist ein guter Temperaturleiter und wird schnell kalt.

Giftige Pflanzen aus dem Garten entfernen

Eltern kleiner Kinder sollten genau auf die Auswahl ihrer Gartenpflanzen achten, denn einige heimische Pflanzen sind giftig. Für Kleinkinder zwischen 2 und 4 Jahren, die noch alles in den Mund stecken, könnten sie lebensgefährlich sein.
Besondere Gefahr geht von weißem und gelbem Oleander aus. Hochgiftig sind außerdem auch Bilsenkraut, Engelstrompete, Goldregen, Stechapfel und Tollkirsche. Aber auch das beliebte Maiglöckchen enthält Giftstoffe, die Bauschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auslösen.

Kinder mit Ekzemen sollten keine Kleidung aus Polyamiden tragen

Welche Faktoren häufig zu einer Verschlimmerung von Ausschlägen bei Kindern führen können, haben Forscher herausgefunden. Dazu gehören Nylon und Wolle in der Kleidung, Staub, ungewohnte Haustiere, Schwimmen, Schwitzen und Shampoos – letztere besonders bei kaltem Wetter.
Es gibt noch wenige Studien darüber, was bei Kindern Ekzemschübe auslöst. Um im Alltag die Beschwerden zu lindern, ist es aber sehr wichtig, darüber informiert zu sein, was die Hautirritationen verschlimmert.
Staub war laut Untersuchung der stärkste Auslöser für Neurodermitis. Doch eine Kombination von Auslösern potenzierte die Wirkung der einzelnen Trigger für Ekzeme.
Kaltes, aber auch heißes Wetter kann als Verstärker für Einflüsse wirken, die die Haut reizen. Eine Temperaturveränderung von mehr als 3 Grad zur durchschnittlichen Temperatur der vorangegangenen Woche hatte auf alle beobachteten Kinder mit Neurodermitis einen negativen Einfluss. Wuschen Eltern die Haare ihrer Kinder und duschten oder badeten sie sie gleichzeitig, war dies schlimmer für die Haut als Haarewaschen alleine.
Wenn Eltern und Kinder versuchen die oben beschriebenen, sieben ermittelten Risikofaktoren zu meiden, können sie vielleicht einige Schübe im Vorfeld verhindern.
Verfolgen Kinder oder deren Eltern, wann sich die Haut verschlechtert und schreiben dies im Verlauf eines Jahres auf, so können sie in Zukunft möglicherweise noch weiteren, unangenehmen Reizstoffen aus dem Weg gehen.

Guter Lebenswandel zahlt sich noch Generationen später aus

Werdende Mütter sollen gesund essen und nicht rauchen. Studien zeigen jedoch immer deutlicher: Das reicht nicht aus. Auch das Essverhalten des Vaters vor der Zeugung und der Lebenswandel der Eltern insgesamt schlagen auf den Nachwuchs durch. Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes können vererbt werden. Kinder von Rauchervätern haben eher Asthma.
Zwar ändern sich durch das Rauchen oder durch fette und ungesunde Ernährung vermutlich nicht die Gene selbst. Aber die Wirkweise und Regulation bestimmter Gensequenzen wird beeinflusst – und diese epigenetischen Faktoren sind ebenfalls erblich, wobei der mütterliche Einfluss noch größer ist als der väterliche!
Was Eltern zum Zeitpunkt vor der Schwangerschaft für eine Konstitution haben, spielt auf die nächste Generation über. Das könnte eine weitere Ursache für die epidemieartige Zunahme von Diabetes Typ-2 sein. Denn der Anstieg weltweit lässt sich durch die Veränderung der DNA selbst kaum erklären. Forscher sehen, dass es einen massiven Einfluss in die nächste Generation gibt, der nur über die Keimzellen vermittelt werden kann. Sie sehen auch die unterschiedlichen Effekte, was die mütterliche und die väterliche Seite betrifft.
Angenommen wird, dass auch psychische Belastungen über das Erbgut weiterleben.
Der Umkehrschluss: Guter Lebenswandel zahlt sich noch Generationen später aus.
Denn epigenetische Vererbung ist anders als genetische Vererbung prinzipiell reversibel. Fettleibigkeit und Diabetes Typ 2 könnten also bei entsprechendem Lebenswandel über die Generationen wieder abnehmen.

Draußen toben stärkt die Knochen

Beim Spielen im Freien können sich Kinder nicht nur richtig ausstoben. Gleichzeitig wirkt sich das Sonnenlicht positiv auf den Vitamin-D-Spiegel im Körper aus, der nach dem Winter meist auf einem Tiefststand ist.
Zweimal pro Woche sollten Kinder in der Zeit von 10 bis 15 Uhr mit unbedecktem Kopf, freien Armen und Beinen etwa eine halbe Stunde draußen verbringen. Dabei sollte aber ein Sonnenbrand vermieden werden.
Die Bewegung in der Sonne verbessert die Versorgung mit Vitamin D, das wichtig für den Aufbau von Knochenmasse ist. Ein stabiler Knochen schützt vor Osteoporose.

Dreck macht Kinder robust

Wenn Eltern das Allergierisiko Ihrer Kinder senken wollen, sollten sie die Kleinen häufiger mal im Schmutz spielen lassen. Sie sollten sie ganz natürlich aufwachsen lassen und nicht überreagieren. Kinder sollten eben auch mal im Dreck spielen dürfen. Wenn Kinder in einem zu sterilen oder keimfreien Umfeld aufwachsen, kann das dann dazu führen, dass das Immunsystem überempfindlich wird und sich dann auf ganz „unschuldige“ Pollen stürzt.

Substanz im Stallstaub schützt Landkinder vor Allergien

Landkinder sind möglicherweise durch einen Stoff im Stallstaub besser vor Allergien geschützt als Stadtkinder. Forscher haben herausgefunden, dass ein Zuckermolekül von Futterpflanzen auf das Immunsystem wirkt. Das so genannte Arabinogalaktan kommt in großen Mengen in Gräsern wie dem Wiesenfuchsschwanz vor. Der Stoff hindert im Mäuseexperiment das Immunsystem an überschießenden Abwehrreaktionen.
Dass Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, seltener an Allergien und allergischem Asthma leiden, ist lange bekannt. Was die Kinder genau schützt, ist bislang rätselhaft. Der Schutz durch den Gras-Bestandteil ist eine Mengenfrage.
In kleineren Konzentrationen können die Pollen des Wiesenfuchsschwanzes Allergien auslösen, in großen Dosen und sehr früh im Leben aber auch verhindern. Das Zuckermolekül wirkt insbesondere, wenn es im ersten Lebensjahr eingeatmet wird.
Jetzt wollen Forscher untersuchen, ob sich Arabinogalaktan zur Vorbeugung oder auch zur Therapie von Allergien und allergischem Asthma einsetzen lässt. Denkbar wäre eine Anwendung als Spray oder Nasentropfen, da die Substanz gut wasserlöslich sei.

Beim Schnuller auf die Größe achten

Babys saugen schon im Mutterleib ab dem 5. Schwangerschaftsmonat. Mit dem Saugen können Säuglinge sich nach der Geburt selbst beruhigen. Sie verbinden damit die Nähe der Mutter und Geborgenheit. Für eine gesunde Kieferentwicklung eignen sich Schnuller besser als der eigene Daumen.
Sauger sollten der Größe des Mundes angepasst sein, um den Kiefer nicht zu verformen, denn Babys haben einen sehr kleinen und weichen Kiefer. Bei Neugeborenen ist der Oberkiefer meist weiter entwickelt als der Unterkiefer. Mit etwa einem Jahr haben sich beide Kiefer in Ihrem Wachstum angeglichen.
Runde Sauger sind nicht geeignet, da sie der Zunge zu wenig Spielraum geben, um sich zu bewegen. Ein Training der Zungenmuskulatur ist jedoch erforderlich, um später sprechen zu können und einen richtigen Lippenschluss zu ermöglichen. Der Sauger sollte deshalb im vorderen Bereich nach unten eine flache Basis besitzen und nach oben gewölbt sein. Das Saugteil sollte zudem möglichst weich sein, ähnlich der weiblichen Brust.
Latexsauger sind aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften besser geeignet als Silkonsauger.
Das Schnuller Schild muss immer größer als der Mund sein, um ein Verschlucken zu verhindern.
Um keine Keime auf das Kind zu übertragen, dürfen Eltern den Schnuller nicht in den eigenen Mund nehmen.
Generell sollte der Schnuller nicht in Dauergebrauch sein, um keine Kieferverformungen zu begünstigen und eine gesunde Sprachentwicklung zu ermöglichen.

Hygiene, wo es Not tut

Tiere können in seltenen Fällen lebensbedrohliche Krankheiten übertragen. Eltern sollten ihre Kinder daher nach dem Kontakt mit Tieren auf dem Bauernhof oder im Streichelzoo immer dazu anhalten, sich die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife zu waschen.
Übertragen werden könne zum Beispiel die EHEC-Erkrankung. Das Bakterium befindet sich im Darm von Wiederkäuern wie Rinder, Schafen und Ziegen und wird mit dem Kot ausgeschieden. Nimmt ein Mensch dieses Bakterium über die Nahrung, beispielsweise über verschmutze Hände auf, kann es im Körper Giftstoffe freisetzen, die vorwiegend bei kleinen Kindern zu einer schweren Durchfallerkrankung führen können, schlimmstenfalls zu Nierenversagen.

Auch über verunreinigte Erde können Erreger zum Menschen gelangen. Wenn Gemüse oder Obst mit organischem Dünger behandelt und anschließend nicht gut gewaschen wurde, können Krankheitserreger wie. z. B. Madenwürmer übertragen werden. Obst und Gemüse sollten deshalb am besten immer unter fließendem Wasser gereinigt werden, eventuell mit einer speziellen Bürste. Zum Abtrocknen eignet sich ein Küchentuch aus Papier.
Unpasteurisierte Milch, Rohmilchkäse oder rohes, nicht ausreichend gegartes Fleisch kann ebenfalls Keime enthalten.
Empfindliche Kinder sollten solche Lebensmittel deshalb meiden.

Ungeimpfte Eltern gefährden ihre Babys

Liebe Eltern,
können Sie sich erinnern, wann Sie das letzte Mal Ihren eigenen Impfpass in der Hand hielten? Oder geht es Ihnen wie den Männern und Frauen in der Werbekampagne „Deutschlang sucht den Impfpass“? Dann nutzen Sie die Gelegenheit Ihren Impfschutz jetzt zu überprüfen.
Der Blick in den Impfpass lohnt sich – und nicht nur für Sie selbst! Denn Kinderkrankheiten wie Keuchhusten (Pertussis), Masern oder Röteln können auch Erwachsenen gefährlich werden. Die Erreger der Krankheiten sind hoch ansteckend und lösen teilweise schwere und lebensbedrohliche Verläufe aus. Nicht nur im Rahmen von Epidemien stecken sich daher auch Erwachsene an, die nicht oder unzureichend geimpft sind.

Das Beispiel Keuchhusten zeigt, welche Folgen ein unzureichender Impfschutz von Erwachsenen haben kann. Ungeimpfte riskieren nicht nur, womöglich Wochen oder gar Monate krank zu sein, sondern gefährden auch Mitmenschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und Babys. Eltern können die Krankheit zum Beispiel auf ihr Kleines übertragen. Denn die Jüngsten haben bis zu einem Alter von sechs Monaten keine ausreichende eigene Immunkompetenz. Für Säuglinge kann eine Infizierung mit den Keuchhusten-Erregern tödlich werden, denn die starken Hustenattacken können bei ihnen leicht zu einem Erstickungsanfall führen. Schätzungen gehen davon aus, dass sich etwas ein Drittel bis die Hälfte aller Säuglinge, die diese Krankheit bekommen, bei Mutter, Vater, Oma, Opa, Tante, Onkel oder Babysitter angesteckt hat. Diese bemerken oft gar nicht, dass sie selbst Keuchhusten haben, denn nicht immer bricht die Krankheit erkennbar aus und wird leicht mit einem hartnäckigen Husten verwechselt. Die Ständige Impfkommission am RKI empfiehlt deshalb seit 2009 allen Erwachsenen, sich bei der nächsten Tetanus- und Diphterie-Auffrischung auch gegen Pertussis impfen zu lassen.

Keine Angst vor Impfreaktionen: Moderne Impfstoffe sind gut verträglich, was in Studien getestet und regelmäßig überwacht wird. Impfungen sind ein medizinischer Fortschritt, den jeder unbedingt nutzen sollte. Bei uns können Sie und alle Kontaktpersonen sich beraten lassen, den Impfschutz prüfen und im Bedarfsfall auch gegen hier nicht aufgeführte Erkrankungen optimieren lassen. Selbstverständlich können Sie die notwendigen Impfungen auch beim Hausarzt durchführen lassen.
Übrigens: Die Krankenkassen bezahlten alle von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen.

Babys brauchen Grippeschutz

Babys dürfen erst ab dem siebten Lebensmonat gegen Grippe geimpft werden.
Damit sie bis dahin nicht an einer Influenza mit schweren Komplikationen wie Lungenentzündung erkranken, sollten alle anderen Familienmitglieder und alle engen Kontaktpersonen geimpft sein.
Die größte Gefahr für Säuglinge geht von ungeimpften Geschwisterkindern aus, die eine KiTa besuchen. Denn durch sie verbreiten sich Grippeviren besonders gut.
Es stecken sich pro Jahr etwa 20 bis 30 Prozent der Kleinkinder in Gemeinschaftseinrichtungen mit der Influenza an. Neben solchen ungeimpften Geschwistern sind Raucher im Haushalt, enge Wohnverhältnisse, viele Haushaltsmitglieder und niedrige Grippe-Durchimpfungsraten unter den Angehörigen weitere Gefahren für ein Baby.
Ab dem siebten Lebensmonat sollten der Ständigen Impfkommission (Stiko) zufolge Kinder mit Grunderkrankungen jährlich gegen Grippe geimpft werden.
Zu diesen Krankheiten zählen chronische Bronchitis, Stoffwechselstörungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Niere oder neurologische Störungen.

Allergie oder Erkältung?

So erkennen Eltern den Unterschied:
Laufende Nase, tränende Augen, kratzender Hals: Haben Kinder solche Symptome, kann dahinter eine Erkältung oder eine Allergie stecken.

Erkältung: Beginnt in der Regel langsam, kann jederzeit auftreten, häuft sich aber in den Wintermonaten.
Sie dauert in der Regel nicht länger als zehn Tage und kann mit Fieber verbunden sein. Das Nasensekret ist nur zunächst eher wässrig, später eher dickflüssig und gelblich oder grünlich verfärbt.

Allergie: Beginnt meist plötzlich, macht sich immer zu einer bestimmten Zeit oder unter bestimmten Bedingungen bemerkbar. Etwa wenn bestimmte Pflanzen zu blühen beginnen (leider oft auch in den Wintermonaten), sie kann über Wochen oder Monate dauern und ist meist mit juckenden, tränenden Augen verbunden, weil der Allergieauslöser eine Entzündung der Bindehaut verursachen kann. Das Nasensekret ist dünnflüssig und klar.
Bei der Diagnose können die Beobachtungen der Eltern eine große Hilfe sein. Denn neben Pollen gibt es viele weitere mögliche Auslöser. Dazu zählen Tierhaare, Hausstaubmilben, bestimmte Lebensmittel oder auch Schimmel.
Hilfreich ist ein entsprechendes Allergie-Tagebuch: darin notieren Eltern am besten alle möglicherweise allergieauslösenden Stoffe.

Was ist Asthma?

Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Krankheit im Kindes- und Jugendalter. Etwa 10 % der Kinder in Westeuropa leiden unter Asthma, viele von ihnen erkranken vor dem 5. Lebensjahr. Spätestens im Verlauf der Pubertät lindert sich bei vielen der betroffenen Kinder die Asthmasymptome. Doch die Atemwege reagieren bei über 50 % der Patienten auch nach mehreren Jahren ohne Beschwerden noch überempfindlich. Rund ein Drittel der im Jugendalter beschwerdefrei gewordenen Asthmatiker erleidet in seinem weiteren Leben einen Rückfall bzw. behält das Asthma.

Obwohl Asthma bronchiale nicht heilbar ist, muss die Krankheit keineswegs einen schwerwiegenden Verlauf mit lebensbedrohlichen Komplikationen nehmen. Es steht eine Vielzahl medikamentöser und anderer therapeutischer Hilfen bereit. Wichtig ist, dass die Erkrankung möglichst früh erkannt wird. Leider deuten viele Betroffene erste Anzeichen jedoch falsch. Wer daran denkt, dass sein Kind asthmatische Beschwerden haben könnte, sollte uns darauf ansprechen, um eine spezielle Allergiediagnostik einzuleiten.
Spezielle Asthmaschulungen können Asthmatikern das Leben erleichtern. Neben wichtigen Infos rund um ihre Krankheit lernen junge Patienten, ihre individuellen Grenzen auszuloten, die oftmals nicht so eng sind, wie ihre Eltern glauben. Ziel einer Therapie ist es, dass ein erkranktes Kind so normal wie möglich am täglichen Leben teilnehmen kann. Die Schulungen haben sich diesbezüglich sehr gut bewährt.

Ringelröteln

In der Umgebung von Münster treten immer wieder vermehrt Ringelröteln auf. Bei der Mehrzahl der Infizierten verläuft diese Infektionserkrankung ohne Krankheitszeichen (klinisch stumm). Es können auch grippeähnliche Symptome auftreten – oft ohne Hautveränderungen!
Bei nur etwa 20% der Fälle treten die typischen Hautveränderungen auf! Meist Beginn mit „schmetterlingsförmig“ geröteten Wangen mit blassem Mund-Nasen-Dreieck, oft auch als „verheultes Gesicht“ beschrieben. In den Folgetagen fleckige Rötungen der Schultern, Oberarme, Oberschenkel und des Gesäßes, die im Weiteren girlandenförmige oder gitterartige Netzstrukturen ausprägen. Die Veränderungen sind stark variabel und können verschwinden und wieder auftreten (Dauer 1-7! Wochen).
Das Allgemeinbefinden ist meist wenig beeinträchtigt, es wurde vereinzelt über Juckreiz und sogar schmerzhaften Hautirritationen berichtet. Sehr selten kommt es zu Gelenkmitbeteiligungen, Erkrankungen der blutbildenden Organe oder anderen Organkomplikationen.
Die Erkrankung heilt fast immer folgenlos aus.Weil die Übertragung der Erkrankung von der Mutter auf einen Feten nicht auszuschließen ist (5-10% der Feten erkranken), sollten betroffene Schwangere sich engmaschig überwachen lassen.
Die Erkrankung wird durch den kleinsten bekannten Virus (Parvovirus B 19) durch direkten Kontakt über Tröpfchen und über Hände weitergegeben. Schon 3 Tage nach Kontakt besteht eine sehr hohe Ansteckungsfähigkeit, das Auftreten der ersten Krankheitszeichen kann aber bis zu 14 Tagen, in Einzelfällen wohl auch bis zu 3 Wochen dauern.
Eine gezielte Behandlung gibt es nicht, auch eine symptomatische Therapie ist in den meisten Fällen nicht erforderlich. Kinder mit typischen Hautveränderungen sind praktisch nicht mehr infektiös, sie dürfen Gemeinschaftseinrichtungen besuchen, sofern ihr Allgemeinzustand dies zulässt. Eine Impfung existiert nicht; vorbeugende Maßnahmen beschränken sich auf Hygienemaßnahmen – insbesondere der Hände.
Die Erkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität.

Kleine Kinder: Schlaf hilft beim Lernen

Ein kurzer Mittags- oder Vormittagsschlaf bzw. ein Nickerchen spielt für Babys und Vorschulkinder anscheinend eine wichtige Rolle beim Einprägen von gerade Gelerntem. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, bei der Vorschulkinder demnach besser bei Sprachtests abschnitten, wenn sie kurz geschlafen hatten.
Die Fähigkeit der Kinder wurde untersucht, Gruppen zu erkennen, die ähnlich, aber nicht identisch zu etwas sind, das sie vor kurzem gelernt hatten. Das heißt, sie sollten das Gelernte auf eine neue Situation anwenden.
Diese so genannte Transferleistung beschreibt z. B. die Fähigkeit, ein bekanntes grammatikalisches Muster in einem Satz zu erkennen, den man nie gehört hat, oder ein neu gelerntes Wort zu verstehen – unabhängig davon, wer es sagt.
Die Studie zeigte, dass die sprachliche Transferleistung bei Klein- und Vorschulkindern sich durch einen kurzen Schlaf deutlich verbesserte. Schlaf sei folglich sehr wichtig, um Gelerntes auf neue Situationen anwenden zu können – insbesondere das Schlafen kurz nach dem Lernprozess.

Häufiges Bauchweh kann auf Schulangst hindeuten

Gerade bei Grundschülern der 1. oder 2. Klasse können häufige oder wiederholte Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder andere, schwierig fassbare Beschwerden auf eine Schulangst (Schulphobie) hinweisen. Darf das Kind dann zuhause bleiben, legen sich diese Beschwerden rasch. Allerdings hat das Ganze einen Pferdefuß: da das Kind einer als unangenehm empfundenen Situation entzogen wird, es letztlich durch die Reaktion auf die Beschwerden also einen Vorteil hat, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens erheblich.
Die körperlichen Symptome sind oft psychosomatischer Natur, d.h., sie hängen eng mit dem seelischen Befinden des Kindes zusammen. Es täuscht die Schmerzen in der Regel nicht vor, sondern empfindet sie tatsächlich. Denn die betroffenen Kinder haben Angst, die Sicherheit des Elternhauses zu verlassen.
Die Anzeichen treten vor allem bei der Einschulung, nach den Ferien, nach einer kurzen Krankheit, nach einem Umzug oder einem anstehenden Schulwechsel auf.
Meist sind betroffene Kinder auch sonst sehr anhänglich und sind ungern allein. Bei älteren Kindern steht weniger die Trennungsangst von den Eltern im Vordergrund. Hier spielen vielmehr soziale Ängste oder Leistungsängste eine Rolle. Das Kind hat Sorge, sich vor den Mitschülern und Lehrern zu blamieren, von ihnen nicht akzeptiert zu werden oder den Anforderungen im Unterricht nicht gerecht zu werden. Die körperlichen Begleiterscheinungen können auch hier auftreten.
Generell sollten Eltern ihrem Kind das Gefühl geben, nicht allein mit seiner Angst zu sein und es ernst nehmen. Beruhigend kann es sein, wenn Mutter oder Vater von ähnlichen Erfahrungen aus ihrer Schulzeit berichten können und erzählen, wie sie sich damals verhalten haben.
Bei Trennungsangst und sozialen Ängsten ist es besonders wichtig, das Selbstbewusstsein des Kindes zu stärken. Eltern sollten ihrem Kind kleine Aufgaben im Haushalt geben, damit es sich mehr zutraut. Auch Freizeitaktivitäten des Kindes und Treffen mit Freunden am Nachmittag sollten unterstützt werden.
Bei Leistungsangst muss das Kind spüren, dass die Eltern es unabhängig von seinen Noten lieben. Vater und Mutter sollten versuchen, den Druck von ihrem Kind zu nehmen und gemeinsam überlegen, wie sie das Kind schulisch unterstützen können.
Helfen alle Maßnahmen nicht, sollten Eltern mit ihrem Kind sich von ihrem Kinder- und Jugendarzt beraten lassen.
Schätzungsweise jeder fünfte Schüler leidet in Deutschland unter Schulangst. Dabei sind Mädchen öfter betroffen als Jungen.

Sprachentwicklung fördern: Häufig vorlesen und High-Tech-Spielzeug reduzieren

Vorlesen fördert die Sprachentwicklung, während High-Tech-Spielzeug sie möglicherweise verlangsamen kann. Denn einer Studie zufolge nimmt technisches Spielzeug zwar die Aufmerksamkeit eines Kindes gefangen, kann aber nicht die Qualität einer Wechselwirkung zwischen Eltern und Kind herstellen. Die verbale Entwicklung eines Kindes hängt vom Austausch mit Erwachsenen und Gleichaltrigen ab.
Bedenken Sie, dass man nicht jedes Buch kaufen muss. Kinderbücher kann man auch guten Gewissens ausleihen. Das fördert nebenbei auch den Umgang mit diesen Medien.
„Interaktives Vorlesen“, d.h. auf Äußerungen des Kindes zu reagieren, Fragen zu stellen, Erklärungen anzubieten, Beispiele zu geben, über das Gehörte bzw. die Bilder zu sprechen, stimuliert schon sehr früh die sprachliche und geistige Entwicklung des Kindes. Schon Einjährige reagieren während des Lesens mehr mit sprachähnlichen Lauten, und Mütter geben ihren Kindern dabei auch häufiger Rückmeldungen als bei anderen Spielen.
Tablets dagegen isolieren Kinder, so dass sie nicht lernen können, ihre Emotionen zu regulieren und mit anderen Kindern zu spielen. Alles, was das Kind perfektioniert, ist der Umgang mit einem Tablet sowie die Bedienung eines Touchscreens. Inhalte werden dadurch kaum vermittelt. Durch Vorlesen können Eltern neben der Sprachkompetenz auch Einfühlungsvermögen, Fantasie, abstraktes Denken und Gedächtnis anregen. Haben Eltern keine Freude am Vorlesen, so können sie bei anderen Tätigkeiten, wie z.B. Puzzle-Spielen, die Sprachentwicklung ihrer Kinder unterstützen.

Imaginäre Freunde fördern Sprachfähigkeiten

Früher gingen Pädagogen davon aus, dass Fantasiefreunde bei Kindern auf Entwicklungsprobleme und Ängstlichkeit hindeuten würden. Neuseeländische Forscher konnten jedoch in einer Studie zeigen, dass Kinder mit einem imaginären Freund offenbar bessere erzählerische Fähigkeiten entwickeln als Kinder ohne diese Freunde.
Die Ergebnisse bestätigen, dass ein imaginierter Gefährte im frühen Kleinkindalter sich positiv auf die kindliche Sprachentwicklung auswirkt. Erzählerische Fähigkeiten gelten als ein guter Prognosefaktor für die späteren Lesefertigkeiten und damit unter anderem auch für den schulischen Erfolg. Die Forscher vermuten, dass Kinder mit erdachten Gestalten vielleicht mehr Übung im Erzählen haben, da sie sich zunächst selbst ausdenken müssen, was sie gemeinsam erleben, oder auch weil Eltern oder Familienangehörige sie öfter nach ihrem imaginären Freund fragen.
Offen ist aber, ob nicht auch ein umgekehrter Zusammenhang vorliegt, d.h. erzählerisch begabte Kinder zum Erfinden eines Begleiters tendieren.
Eltern sollten ihre Kinder jedenfalls nicht daran hindern, einen tierischen, menschlichen oder undefinierbaren Freund zu erfinden. Sie sollten ihr Kind ruhig dazu ermuntern, darüber zu berichten.

Erkältungszeit – Feuchthalten der Atemwege kann helfen

Besonders zu Beginn der kalten Jahreszeit und im Winter kommt es zu häufigen Erkältungen mit oder ohne Bronchitis selten auch zu Pseudo-Krupp. Denn im Winterhalbjahr halten wir uns viel häufiger in geschlossenen Räumen auf und haben somit auch engeren Kontakt zu einer Vielzahl von Personen. Dann haben Krankheitserreger es leicht, sich über Schmier- und Tröpfcheninfektion auszubreiten.
Gerade die Kleinsten in Kindergärten und Tageseinrichtungen trifft es oft besonders hart: da ihr Immunsystem beim Kindergarten-Einstieg noch unreif ist, schlittern sie von einem Infekt in den nächsten. 10-15 Infekte können im ersten Kindergartenjahr ganz normal sein.

Wenn Schnupfenviren in die Schleimhaut der oberen Atemwege eindringen, schwillt diese stark an und sondert vermehrt Sekret ab, um die Erreger abzuwehren. Diese natürliche und sinnvolle Abwehrreaktion erschwert jedoch die Nasenatmung, und eine verstopfte Nase macht gerade Babys sehr zu schaffen. Schließlich atmen Säuglinge in den ersten Lebensmonaten ganz überwiegend durch die Nase und entwickeln erst allmählich die Fähigkeit, auch durch den Mund zu atmen. Eine verstopfte Nase behindert somit auch das Stillen, Füttern und Schlafen meist erheblich. Das Baby kann unruhig sein, eine röchelnde Atmung haben, schlecht einschlafen oder nachts häufiger aufwachen.
Wer seine Atemwege schützen will, sollte die Schleimhaut in den Atemwegen feucht und durchblutet halten. Dabei kann das Einbringen von Salzlösung – sogenannter Sole – helfen.

Fieber steigert den Flüssigkeitsbedarf eines Kindes

Ein fieberndes Kind braucht mehr Flüssigkeit als sonst, da der Grundumsatz erhöht ist und es über die Atmung und das Schwitzen Wasser verliert. Pro Grad Celsius (°C) über der normalen Körpertemperatur steigt der Flüssigkeitsbedarf eines Kindes grob um 10 bis 15%. Das heißt, ein fieberndes Kind mit einer durchschnittlichen Körpertemperatur von 39,5°C braucht etwa 30% mehr als sonst zu trinken. Eltern sollten ihrem kranken Kind kühle Getränke in kleinen Portionen, evtl. auch löffelweise, anbieten.

Fieber ist grundsätzlich eine sinnvolle regulatorische Antwort des Körpers auf Infektionen. Bei einer erhöhten Körperkerntemperatur sind viele Abwehrsysteme des Körpers wirksamer als bei Normaltemperatur. Trotzdem sollten bestimmte Regeln eingehalten werden. Hat z.B. ein Baby, das jünger als drei Monate alt ist, Fieber, sollten Eltern es sofort beim Kinder- und Jugendarzt bzw. in die Kinder-Notfallambulanz vorstellen. Fieber in diesem Alter kann durch schwerwiegende Infektionen ausgelöst werden.

Ist ein fieberndes Kind zwischen drei und sechs Monaten alt, sollten Eltern ebenfalls mit ihm zum Arzt. Bei fiebernden Kindern im Altersbereich zwischen einem halben und 2 Jahren und einer Fieberdauer von mehr als einem Tag besteht der Rat, die Kinder ihrem Kinder- und Jugendarzt vorzustellen.
Ältere Kinder sollten auf jeden Fall ärztlich untersucht werden, wenn das Fieber länger als 3 Tage (72 Stunden) anhält bzw. sich während der Erkrankung der Allgemeinzustand deutlich verschlechtert oder andere Symptome hinzutreten. Ist das Kind z.B. schwer zu erwecken, der Nacken steif, die Fontanelle vorgewölbt oder verhält es sich ungewöhnlich, sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden. Das gilt auch, wenn die Atmung erschwert erscheint oder das Kind einen Krampfanfall bei Fieber hat.

Die Körpertemperatur eines gesunden Kindes schwankt zwischen 36,1 und 37,8°C, um 18 Uhr ist sie am höchsten und etwa um 4 Uhr morgens am niedrigsten. Fieber besteht ab einer Temperatur von 38,5°C rektal. Neben Infekten kann ein Kind auch durch Toben, zu warme Kleidung oder durch ein warmes Bad kurzfristig erhöhte Temperaturen zeigen. Am zuverlässigsten lässt sich Fieber über den Po (rektal) mit einem leicht eingefetteten Thermometer messen.